Drei charmante
Punkrock-Dads sind
aus dem Schatten der dunklen Seite der Discokugel getreten, um die
Welt mit
ihren energiegeladenen Live-Shows, ihren catchy Punkrock-Melodien
und ihren immer
auch politischen Texten zu begeistern. Wenn die Discokugel die
Bühne entert,
gibt es keine Gnade mehr. Wer mit der Diskokugelmeute feiert, wird
nicht nur
hemmungslos ins Schwitzen kommen, sondern wahrscheinlich auch das
dringende
Bedürfnis verspüren, eine Revolution lostreten zu wollen. Sicher
ist, dass am
Ende des Abends alle ziemlich heiser sind.
In Zusammenarbeit mit ihrem kongenialen
Produzenten Fred
Branca hat die Discokugel nun endlich in den Berliner Zen-Studios
ihre erste,
heiß ersehnte EP mit der klaren Ansage "Nazi mich nicht voll...!"
aufgenommen.
Entstanden sind acht Vier-Akkord-Kracher, die kein
Punkrocker*innen Herz kalt
lassen dürften.
Tobir Trichter (Bass, Kazoo und Gesang):
Wie beschreibt man Tobir in vier Worten? "Es lebe der Deutschpunk!" Von den Kassieren bis WIZO, von der Terrorgruppe bis Slime zeichnet sich hier eine ziemlich eindeutige Sozialisierung ab. Hat der unermüdliche Bassman und eingefleischte St. Pauli Fan zu Studienzeiten noch jedes Bier aus dem Trichter getrunken, so greift er heute auch mal beherzt zum Grapefruit-Radler (...aber nur so zum Anfang!). Mit seinem
Kazoo macht er jede Leadgitarre überflüssig. Ach ja, und den mit
Abstand solidesten Haarschnitt hat der schweigsame Bassist auch.
Bebo Softmachine (Schlagzeug, Gesang):
Gestatten: Dr. Bebo Softmachine - und ja, das "Dr." steht natürlich auch für Drummer. Bebo beherrscht den Vier-Viertel-Takt mit allen seinen Facetten und Nuancen in so glänzender Perfektion, dass selbst Metronome vor Neid erblassen. Doch damit nicht genug: Bebo ist so ganz nebenbei auch noch das Goldkehlchen und der gewichtigste Texter der Band. Und eines ist live so gewiss, wie dass Amen in der Kirche: Spätestens nach dem dritten Song fällt das Shirt, und nach der Show der Drummer vom Stuhl.
Doc Auge (Gitarre):
Was ist schöner, als Gitarrist zu sein? Nichts! Nichts! Getreu dem Motto "Hauptsache der Marshall-Amp ist auf 11 gedreht" brettert sich Doc Auge mit seinen Sechssaitern und so viel Leidenschaft durch jeden Punkrock Song, als wolle er Ernie Ball beweisen, dass Gitarrensaiten besser aus Chromstahl als aus Bronze sein sollten. Wenn er dann noch Zeit zum Atmen hat, therapiert er liebend gerne Band und Publikum mit seinen geistigen Ergüssen. Und nicht vergessen: Eine Gitarreneffekt-Sammlung ist kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung.